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Unsere Schule

Skyline ohne Strom

Podiumsdiskussion am 1. April 2019

Dank der IHK-Frankfurt und ihrem Geschäftsführer Detlev Osterloh konnte am 01.04.19 eine Podiumsdiskussion zum Thema ,,Skyline ohne Strom“ (SOS) in der Main-Taunus-Schule stattfinden, bei der die Schüler der Klasse 10b Fragen an die Hofheimer Bürgermeisterin Gisela Stang stellen konnten. Weitere Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Markus Wortmann, welcher der Geschäftsführer von Sicheres Netz Hilft (SNH) ist, und Andreas Haus, welcher der Vertriebsleiter der Exekutive der Süwag in Frankfurt ist.

Die erste Frage an die vier Gäste war, ob denn eine Cyberattacke auf das Stromnetzwerk in Hofheim oder im Main-Taunus-Kreis möglich wäre, worauf Herr Haus eine Cyberattacke nicht ausschließen würde, jedoch sind laut Herr Haus genügend Vorkehrungen getroffen worden, sodass eine Cyberattacke sehr unwahrscheinlich wäre, und falls es dazu kommen sollte, wäre man vorbereitet. Als Beispiel gab Herr Haus eine Katastrophenübung des MTKs im Jahr 2014 an, bei der der Einsatz von Satellitenhandys geprüft wurde. Frau Stang ergänzte noch, dass die Feuerwehr extra auf solche Szenarien vorbereitet wird und dass diese bei einem solchen Fall die Lage unter Kontrolle halten kann. Detlev Osterloh betonte ausdrücklich, dass man sich auf solche Attacken besser vorbereiten muss, da er selber schon ein Teil einer Katastrophenübung war. Zudem versicherte er, dass das wichtigste bei solchen Katastrophen der Trinkwasservorrat ist, und er versicherte genauso wie die anderen drei Gefragten, dass der Strom spätestens nach 72 Stunden weg sein würde. Herr Wortmann stimmte der Aussage von Herrn Haus zu und ergänzte, dass bei einer Cyberattacke nicht nur das Stromnetzwerk in Gefahr wäre, sondern auch viele Daten der Bürger. „Die Digitalisierung wird uns zum Verhängnis!“

Die zweite Frage der Podiumsdiskussion war, was denn mit unseren Daten bei einem Cyberangriff oder bei der normalen Internetbenutzung passiert. Herr Wortmann betonte, dass wir Menschen nicht die AGB der meisten Suchmaschinen kennen, sondern sie einfach akzeptieren. Laut ihm steht in den AGB, dass die Daten jeder Person, die diese akzeptiert, für marktwirtschaftliche Vorteile benutzt werden dürfen. Er ergänzte, dass alle Fotos oder Telefonnummern, die wir besitzen, von zum Beispiel WhatsApp aufgenommen würden, sobald wir die AGB akzeptieren. „Das Netz vergisst nie!“ Daraufhin berichtete Frau Stang, dass die verschiedenen Kommunen sehr viel Geld investieren, um die Daten ihrer Bürger zu schützen. „Wir benutzen nicht einfach das 1&1 WLAN, das sie kennen. Wir haben unsere eigenen Ansprüche zum Schutz ihrer Daten.“

Nach einigen spezifischeren Fragen der Schüler der 10b und nach sehr aufschlussreichen Antworten, musste die Fragerunde zu einem Ende kommen. Es war wirklich eine lustige, aber auch eine informative Veranstaltung.

Autoren: Finn Kühberger, Eren Düvenci, Carl-Phillip Schnipp, Andrés Bernhard

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