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PROJEKTTAG MIT EINER FRANZÖSISCHEN SCHULKLASSE

Am Mittwoch, dem 15. Januar durfte die Klasse 9f einen Französischunterricht der besonderen Art erleben. Von der dritten bis zur letzten Stunde verbrachte sie gemeinsam mit einer Schulklasse des Collège Paul Valéry aus Paris, die auf Klassenfahrt in Frankfurt war, den Tag. Bis zuletzt mussten wir jedoch die Luft anhalten, da meine französische Kollegin aufgrund der momentanen politischen Lage und Streiksituation in Frankreich – von denen auch die Eisenbahn betroffen war – nicht wusste, ob sie überhaupt aus Frankreich herauskommen und die Klassenfahrt durchführen konnten. Man stelle sich eine ähnliche Situation mal im deutschen Schulalltag vor.

Im Vorfeld lernte sich die Klasse in einem Internetprojekt schon einmal kennen. Die Freude war daher umso größer, als wir erfuhren, dass es den Franzosen gelang, trotz des landesweiten Streikes, das Land zu verlassen und uns zu treffen. Wir führten während des Tages diverse Interviews, Quizs und Kennenlern- und Sprachspiele in Gruppen- und Partnerarbeiten durch, in denen die Schüler phasenweise entweder auf Deutsch oder auf Französisch kommunizieren mussten. So musste man z.B. verschiedene Personen finden, die schon einmal in Deutschland waren, Fußball spielten, einen Hund hatten etc. So lernte man nicht nur Personen mit gemeinsamen Hobbies kennen; erstaunt waren auch viele der deutschen Schüler, dass kaum ein französischer Schüler einen Hund hatte. Meine französische Kollegin erklärte, dass viele Schüler mitten in Paris in Wohnungen leben und daher keinen geeigneten Lebensraum für einen Hund bieten konnten.

Die Rückmeldungen der Schüler fielen recht positiv aus. Man habe das erste Mal das Gefühl gehabt, ohne Druck, Erwartungen und Leistungsmessungen Französisch reden zu können und auch keine Angst vor Fehlern zu haben. Auch wenn wir im Französischunterricht Wert auf Kommunikation legen, sei es doch nicht dasselbe, als wenn man sich mit gleichaltrigen Muttersprachlern unterhalte. Einige tauschten sich ihre Instagrammaccounts aus und wollten somit in Kontakt bleiben.

Y. Wiegand

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