KONTAKT Main-Taunus-Schule · Rudolf-Mohr-Str.4 · 65719 Hofheim     Telefon 06192-99130     Fax 06192-991366     E-Mail schreiben

Unsere Schule

Besuch bei der Sternwarte Trebur – weiter Blick in den Nachthimmel

Pull-Out-Projekttag für hochbegabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 der MTS

Im Rahmen unserer Pull-Out-Projekttage besuchten wir am Donnerstag, den 14. Februar 2019, die Sternwarte in Trebur. Da es dunkel sein muss, um die Sterne, den Mond oder Planeten zu beobachten, begann die Veranstaltung erst abends um 18Uhr. Vielen Dank an die begleitenden Eltern, mit deren Unterstützung die Anreise nach Trebur schnell und problemlos verlief. Vor Ort begrüßte uns Herr Professor Ohlert, der uns die Technik des Teleskops erklärte, fantastische Einblicke in den Nachthimmel ermöglichte und alle Fragen rund um die Astronomie beantwortete.

Wie weit kann man sehen? „Ca. 100km, je nach Reinheit und Feuchtigkeit der Luft.“ „Bis zum Horizont.“ „Nein, ca. 2,5 Millionen Lichtjahre, das ist die Entfernung des Andromeda Nebels, der noch mit bloßem Auge zu erkennen ist.“ Kann man die auf dem Mond zurückgelassenen Fahrzeuge mit Hilfe von Teleskopen sehen? „Nein, die Auflösung der größten Teleskope ist zu gering“. Um kleinere Strukturen sehen zu können, muss man die Distanz verringern. So schickt man Teleskope ins All, um Aufnahmen zu machen, die dann zur Erde gesendet werden.

Nach einer kurzen Einführung gingen wir aufs Dach direkt zum Teleskop, dem drittgrößten Teleskop in Deutschland und dem größten Teleskop, durch das man direkt mit dem eigenen Auge durch das Okular in den Sternenhimmel blicken kann – ohne Bildschirme. Das Teleskop mit 10m Brennweite und einem Spiegeldurchmesser von 1,20m war allein schon beeindruckend. Dann begannen die Beobachtungen. Neben dem sehr präsenten Mond waren bei sternklarer Nacht auch die Planeten Mars und Uranus zu sehen. Auf Wunsch eines Schülers wurden später auch noch die „Plejaden“ - ein offener Sternhaufen in unserer Milchstraße – in den Fokus genommen. Und ein Blick zum Orion, einem Gebiet, in dem zur Zeit sehr viele neue Sterne geboren werden, durfte nicht fehlen.

Etwas durchgefroren zurück im Seminarraum diskutierten wir noch über Exoplaneten, Messverfahren und die Astronomie als Studienfach und Wissenschaft. Denn in Trebur wird in Kooperation z.B. mit der Universität Jena beständig Forschung betrieben. Wir hatten einen tollen, lehr- und erfahrungsreichen Abend bei der Sternwarte Trebur. An dieser Stelle deshalb nochmal der Dank an Herrn Prof. Ohlert, den Verein, der die Sternwarte betreibt, und die begleitenden Eltern.

Dr. Martin Gassel

(Hochbegabtenförderung an der MTS)

« Zur Übersicht