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Unsere Schule

Erasmus+ AG bei Seminar der Europäischen Akademie

Was kann ich selbst tun?

"Kein Problem, ich kompensiere die CO2-Emissionen, das kostet nur ein paar Euro und wird von der Fluggesellschaft angeboten!" - so könnte die Antwort auf eine kritische Frage nach der Einstellung zum Thema Individualverkehr lauten. Ist das tatsächlich kein Problem?

Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und ihm selbst entgegenzuwirken, muss man möglichst viele neue Dinge kaufen: Elektroautos, Elektrofahrräder, sparsame Geräte, und so weiter. Wirklich?

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Erstes Kennenlernen in gemischt-nationalen Kleingruppen

Es gibt viele Vorschläge, was ich zum Thema Klimawandel / Nachhaltigkeit in meinem Leben tun kann als persönlicher Beitrag, als "Mein Green Deal" – mittlerweile überschüttet uns auch die Werbeindustrie mit Vorschlägen, die natürlich ihre eigenen Interessen verfolgt. Was ist echt, wo mache ich mir etwas vor? Wo falle ich auf "Greenwashing" herein, was bringt wirklich etwas?

Was zeigt sich, wenn wir unser Konsumverhalten – Flugreisen, Elektroautos, Essen gehen und vieles mehr – unter die Lupe nehmen, etwa unter dem Aspekt der von den UN unterzeichneten "Sustainable Development Goals", wo Klimaschutz in einer Reihe mit sozialen Gerechtigkeitsaspekten steht?

Auf eine politische Lösung zum Thema Nachhaltigkeit zu warten, entpuppt sich für viele immer mehr als Illusion. Also: was kann ich selbst tun? Was bin ich selbst bereit, zu leisten oder aufzugeben, ich ganz persönlich? Und wie beantworten diese Frage Jugendliche aus Regionen Europas, weit entfernt, die eine deutlich andere Lebensrealität haben? Gelegenheit, sich darüber auszutauschen, bietet sich den 13 Schüler*innen der Main-Taunus-Schule aus Sstufe 10 und Q, die am Erasmus-Seminar der Europäischen Akademie zum Thema "Mein Green Deal" vom 19. bis 26.09.21 im Saarland zusammen mit Partnerschulen aus Italien, Rumänien und Finnland teilnehmen.

Um sich miteinander auszutauschen und zu verstehen, braucht es mehr als nur Sprachkenntnisse in Englisch – vielmehr geht es darum, sich für andere zu öffnen, Verständnis aufzubringen für Sichtweisen, die alles andere als alltäglich sind. Von den Kahlflächen in den deutschen Wäldern wissen die Finnen nichts, dafür aber um so mehr über die Chemikalienbelastung der Ostsee. Was treibt einen Jugendlichen aus Sizilien an, sich für Klimaschutz einzusetzen? Die Antworten lauten überall anders. Verständnis entwickeln heißt Interkulturelle Kompetenz zu erlernen, eines der Ziele, um die es hier geht.

Das Abbauen von Vorurteilen, das Überwinden von Grenzen, aber auch der Umgang mit dem Nicht-Verstehen sind "Fachgebiete" der Mitarbeiter der Europäischen Akademie, des langjährigen und hoch geschätzen Partners der Main-Taunus-Schule. Der Studienleiter für den Bereich Jugend, Christian Kiefer, mit seinem Team versteht es, die Teilnehmenden zueinander zu bringen und Spaß am gemeinsamen Arbeiten und Lernen zu haben, während hochaktuelle und brisante Fragestellungen im Raum stehen.

Die Zukunft wird hier diskutiert und gestaltet von denjenigen, die sie am meisten betrifft!

Begleitende Lehrkräfte des Seminars sind Herr Dr. Höfle und Herr Dr. Fischer. Die Finanzierung trägt zu Teilen die Europäische Union im Rahmen des Erasmus+ Programms.

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