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Unsere Schule

Pull-Out-Projekttage für hochbegabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 im November 2019

Im Rahmen unserer Pull-Out-Projekttage besuchten wir das Schülerlabor Physik der Goethe-Uni Frankfurt am Standort Riedberg. Nach der Anreise mit der Bahn wurde fast vier Stunden experimentiert, wobei eine halbstündige Pause für Stärkung und neue Konzentration sorgte. Nach einer kurzen Einweisung wurde in Gruppen an verschiedenen Stationen gearbeitet.

Ein Kriminalfall musste gelöst werden. Eingebettet in eine Crime-Story sollten die Schülerinnen und Schüler physikalische Experimente nutzen, um Hinweise auf den Täter und Beweise zu sammeln. Zunächst gab es an jeder Station 3-4 Grundlagen-Experimente, z.B. zu Stromkreisen und Elektrostatik, bevor man dann die Alarmanlage austrickste oder mit einer elektrostatischen Matte den Fußabdruck des Täters abnahm. In der Optik ging es um den Nachweis von Blut mittels Luminol oder den Vergleich von Fingerabdrücken. Außerdem wurde mit Hilfe von Laserstrahlen ausgehend von den drei Einschusslöchern die Position des Schützen rekonstruiert. Damit konnte zudem die Größe des Täters ermittelt werden. Alle Ergebnisse und Ermittlungshinweise wurden im vorgefertigten Protokollheft notiert, so dass fast alle Gruppen den Täter schnell einkreisen konnten. Ein insgesamt sehr gelungenes Setting, welches die Schüler wirklich motivierte.

Zehn Tage später im DFF (Deutsches Filminstitut und Filmmuseum) empfing uns ein Experte, der uns zunächst durch das Museum führte und allerlei Wissenswertes rund um Kino und Film erläuterte. Nach den Anfängen der „bewegten Bilder“ Ende des 19. Jahrhunderts wurden Funktionsweise und Wirkung von Kostüm, Cut, Stop Motion und der green- bzw. blue-box demonstriert und erklärt. Im Anschluss sollten die Schülerinnen und Schüler selbst Kurzfilme drehen. Aufgeteilt in drei Gruppen wurden entweder Animationsfilme oder Pixilationsfilme gedreht. Während bei der Animation (Trickfilm ohne Schauspieler) Gegenstände möglichst realistisch zum Leben erweckt wurden, standen bei der Pixilation die Schüler selbst vor der Kamera. Durch viele, viele einzelne Fotos, die anschließend zu einem Film hintereinander gehängt wurden, bewegten sich die Schüler scheinbar über die Bühne gleitend oder auf einem Besen fliegend ohne sich zu bewegen. Eine andere Schülerin wurde von ihrem Schal „aufgefressen“. Man sieht Kino und Fernsehen mit ganz anderen Augen, wenn man sich bewusst macht, was via Trickfilm alles möglich ist

Wir hatten tolle, lehr- und erfahrungsreiche Tage in Frankfurt. An dieser Stelle deshalb noch ein Dank an den Main-Taunus-Kreis für die Unterstützung unserer Projekte zur Förderung hochbegabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

Dr. Martin Gassel

(Hochbegabtenförderung an der MTS)

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