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MTS - Chinonfahrt vom 15. bis 22. September 2006

Auf Initiative der Französischlehrerin Marie-Anne Groß-Pfaff fahren seit 2001 Schüler der Main-Taunus Schule für eine gute Woche nach Chinon, um ihre Französischkenntnisse zu erproben. Es handelt sich um Kinder der sechsten und siebten Klassen, die Französisch als erste Fremdsprache gewählt haben. Sie verbringen das Wochenende allein oder manchmal zu zweit in Gastfamilien in Chinon und Umgebung. Vermittelt und organisiert wird dieser Aufenthalt von Colette Desblaches vom Partnerschaftsverein Chinon in Zusammenarbeit mit Annette Grondel, der Deutschlehrerin am dortigen "Collège Jean ZAY". In ihrer Familie machen die Kinder erste Bekanntschaft mit dem etwas anderen Lebensstil und überwinden "nebenbei" ihre Scheu, sich auf Französisch auszudrücken. Nach dem Aufenthalt in der Familie geht es am Montag nach Seuilly, einem ehemaligen Kloster in der Nähe von Chinon, in dem der Renaissancedichter François Rabelais zur Schule ging. Jetzt allerdings beherbergt das alte Gemäuer ein Zentrum zur Erkundung der Umwelt für Kinder und Jugendliche, in dem vielfältige Aktivitäten von pädagogisch erfahrenen Betreuern angeboten werden. Für alle Teilnehmer - Schüler wie Lehrer - ist es ein anregendes Erlebnis in traumhaft schöner Umgebung. Hannah aus der Klasse 7a berichtet:



Klasse 7a in Chinon

"Es war schon aufregend, als wir in Chinon auf unsere Gastfamilien warten mussten. Unser Bus war nämlich eine Stunde zu früh angekommen. Was würde mich erwarten? Wie würde die Familie sein? Von der Postkarte wusste ich ja schon, dass sie zwei Kinder (Amandine, 15, und Benoît, 18) und einen Hund namens Nouschka hatte. Aber als sie dann da waren, haben sich meine Sorgen schnell zerstreut. Sie konnten zwar kein Wort Deutsch, aber sie waren total nett, freundlich und wir haben sehr viel zusammen gelacht. Unsere Unterhaltungen führten wir meistens mit Hilfe des Wörterbuchs, was zu sehr witzigen Situationen führte. Sie unternahmen viele schöne Sachen mit uns (Basteleien, Ausflüge, Treffen mit anderen Gastfamilien), und als wir am Montagmorgen in die Jugendherberge fahren sollten, war ich richtig traurig, dass ich gehen musste.

Als wir in der Jugendherberge in Seuilly ankamen, wurden wir auch dort sehr freundlich willkommen geheißen. Die Zimmer waren gemütlich (2er- und 3er-Zimmer für die Mädels, mit kleinem Balkon), und die Moniteurs waren sehr nett. Das Programm und die Aktivitäten in Seuilly (auf Französisch!) haben mir einen Riesenspaß gemacht: zum Beispiel Brotbacken, Bildhauern, Flora und Fauna an Loire und Vienne erkunden. Dazu noch der Besuch der Gastfamilien und die Nachtwanderung in der Umgebung von Seuilly. Unser Chanson, nach dem Refrain der Fußballhymne zu singen:

2001, 2003, 2004, 2006,

nous sommes souvent à Seuilly.

Mais cette fois avec vous

c'était vraiment super fou

nous vous remercions beaucoup !



Bildhauer am Werk - taille de pierre

Ich wäre gerne noch etwas länger geblieben, freute mich aber auch, wieder nach Hause zu kommen. Ich glaube, dass diese Fahrt mir einen großen Vorteil für den Französischunterricht gebracht hat. Ich verstehe jetzt sehr viel mehr, traue mich eher, Französisch zu sprechen, und spreche mehr und fließender. Und über die neue Bekanntschaft mit meiner Gastfamilie bin ich sehr glücklich."

Wir danken unseren Gastgebern in Chinon sowie in Seuilly und freuen uns auf den nächsten Aufenthalt in freundschaftlicher Atmosphäre.

Freya Burgmann, Dorothea Friedrich, Berthold Mann-Vetter, Magali Portmann, MTS