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Sonntag, 19. Juni 2011 21:54, Alter: 2 Jahre

Schülerforum VDI 2011

Von: hm

MTS-Schüler erfolgreich

Beim diesjährigen Schülerforum des VDI in der FH Frankfurt war die MTS mit zwei interessanten Experimental-Vorträgen vertreten:

Lukas Atkinson, Nilofar Khaleqyar und Jonathan Klos zeigten in eindrucksvollen Live-Experimenten, wie plasmatische Zustände verschiedener Art zu erzeugen sind:  stabile Edelgas-Plasmen durch Hochfrequenzanregung, extrem kurzlebige Blitzplasmen im Mikrosekunden-Bereich oder kugelblitzartige frei schwebende Plasmen. Selbst gebaute Apparaturen halfen dabei wie eine Marx-Kaskade, ein spezieller Hörnertrafo oder ein Hochspannungs-Entladungsgerät. Mit letzterem konnten durch Wasserzersetzung Plasmoide ohne Hochfrequenz erzeugt werden. Ein Anordnung von starken Magneten in Verbindung mit einer selbst gebauten Hochspannungsquelle erzeugte rotierende Plasmen, die den Gesetzmäßigkeiten der Magnetohydrodynamik gehorchten. Mit einer Hochgeschwindigkeitskamera, der Casio EX FH25, konnten in der NaWi-AG von Doc.Hoff die sehr schnellen Vorgänge zeitlich so aufgelöst werden, dass die freien Plasmoide erst deutlich sichtbar wurden. Ein Video über die Plasmaversuche in der Mikrowelle rundete die Präsentation ab.

Lukas, Nilofar und Jonathan bekamen für ihre Arbeit "Kugelblitze in der Schule? Untersuchungen plasmatischer Erscheinungen" den 3. Preis des Schülerforums.

 

Flora Kahlhöfer, Mareike Dörr und Anna Rosmanitz belegten die deutliche Überlegenheit heutiger weißer LEDs gegenüber Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen: LEDs sind ungiftig (enthalten kein Quecksilber und haben daher keine Entsorgungsprobleme); sie flimmern nicht (kein Stroboskop-Effekt); sie geben keinen Elektrosmog ab; sie strahlen kein UV-Licht und keine Wärme ab, was die drei frischgebackenen Abiturientinnen eindrucksvoll live mit einem schnellen UV-Spektrometer vergleichend zu anderen Lichtquellen demonstrierten; vor allem aber sind die neuen weißen LEDs höchst effizient, denn die Leistungsdichte von über 100 Lumen pro Watt wird von keiner Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre erreicht. Damit sinkt der Energieverbrauch auf die Hälfte im Vergleich zu Leuchtstoffröhren! Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch ein Beitrag für die Klimastabilisierung, denn Strom, der nicht erzeugt werden muss, spart CO2 bei der Kohleverstromung. Die bittere Pille: LED-Röhren sind noch relativ teuer - aber die Preise sinken, der Strompreis steigt aber mit Sicherheit.         Flora, Mareike und Anna haben alle Räume der MTS durchforstet, die Lampen gezählt, die Typen, die Brennzeiten und die Stromkosten ermittelt. Ihr Fazit: es würde sich wirtschaftlich selbst bei den heute noch hohen Preisen lohnen, sofort alle 1900 (!) Leuchtstoffröhren der Flure auszutauschen gegen LED-Röhren.

Flora, Mareike und Anna  errangen für ihre Arbeit "Die Glühbirne ist tot... es lebe die LED!  LED-Röhren an der MTS statt Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren!" den "Preis für das Beste Experiment".

Herzlichen Glückwunsch!

Übrigens:

Michael Matz hatte beim Publikumsrätsel der Veranstaltung als einziger Teilnehmer null Fehler.

Dateien:
ball1vw.2.jpg