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Nachrichten-Archiv

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Mittwoch, 20. Januar 2010 07:28, Alter: 230 Tage

Start your engine

 

Wussten Sie, dass die „DNA-Verpackung“ einer einzelnen Zelle etwa einer 20km langen Drachenschnur, 1/50stel so dick wie ein menschliches Haar, in 46 „Päckchen“ aufgefädelt, in einem Tennisball entspricht?

Unter dem Motto „Start your engine“ stand eine zweitägige Vortragsreihe am vergangenen Mittwoch und Donnerstag (13. und 14. Januar 2010) für die Leistungskurse Biologie der Jahrgangsstufen 12 und 13.

Einer Einladung von Frau Lichtnecker-Schößler folgend kam Herr Prof. Dr. Stephan Kröger von der Ludwig-Maximilian-Universität, München für zwei Vormittage an die Main-Taunus-Schule. In jeweils zwei Schulstunden hielt er anknüpfend an das Vorwissen der Schüler faszinierende Vorträge zum Humangenomprojekt sowie zum Bau und Leistungen des Gehirns, der Gedächtnisbildung und erörterte dabei auf spannende Art und Weise die Fähigkeit bzw. Nicht-Fähigkeit des Lernens.

Wussten Sie, wenn sie eine der 1014 Synapsen in unserem Gehirn auf einen cm vergrößern würden, dass unser Gehirn ca. 5km lang (MTS – Diedenbergen) und 3km hoch vollgefüllt mit 1cm großen „Endköpfchen“ wäre, ganz zu schweigen, dass sie, wenn sie pro Sekunde eine Synapse zählen würden, 30 Millionen Jahre lang zählen müssten.

Haben Sie schon einmal „gequangt“? Wussten Sie, dass wir optische Täuschungen zwar „(wieder)erkennen“, aber nie „durchschauen“ werden, weil wir sie zum dreidimensionalen Sehen dringend brauchen?

In den sich daran anschließenden beiden Stunden fanden jeweils sehr angeregte themenbezogene Diskussionsrunden statt.

Abschließend schilderte Herr Prof. Dr. Kröger den Schülern seinen persönlichen beruflichen Werdegang und stand für alle Fragen zur beruflichen Orientierung nach dem Abitur mit dem Schwerpunkt des Universitätsstudiums offen.

Sein Schlusswort „use it, or lose it“ mit Rückbezug auf die neurophysiologischen Grundlagen zum Lernen und Vergessen entlockte den Schülern natürlich ein Lächeln, ebenso aber haben sie den Aufforderungscharakter dieser Aussage verstanden, nun für sich und ihre eigene persönliche Zukunft aktiv zu werden und zu bleiben.

Ein aus pädagogischer Sicht rundum gelungener Auftritt!

Sonja Lichtnecker-Schößler